

Altershomogene Gruppen
Warum wir einen potenziellen Vorteil in der Arbeit mit altershomogenen Gruppen sehen liegt begründet in der Raumgestaltung, der Gruppengröße und –konstanz, der Gruppenstruktur, dem ko-konstruktiven Lernens, dem Spiel der Kinder, den Bildungsangeboten, der Rolle der Fachkräfte, der Elternarbeit, dem Übergang in die Schule.
Raumgestaltung
Unsere Räume sind alle unterschiedlich ausgestattet immer am Jahrgang der Kinder orientiert. Bei der Wahl unserer Möbel, Materialien und Spielsachen richten wir uns nach den Bedürfnissen der Kinder, die sich in diesen Räumen aufhalten.
Gruppengröße und -konstanz
Wenn unsere Kinder bereits mit dem ersten Lebensjahr unsere Einrichtung besuchen verbringen die Kinder in unseren altershomogenen Gruppen bis zu sechs Jahre miteinander. Im Besten Fall wechseln sie alle gemeinsam auch in dieselbe Grundschule.
Ko-konstruktives Lernen
Da die Kinder in altershomogenen Gruppen gleich alt sind, haben sie einerseits ähnliche Bedürfnisse, Interessen, Kompetenzen, Entwicklungsbedarfe und (vorsprachliche) Verständigungsformen. Diese Ähnlichkeiten erleichtern das Eingehen von Beziehungen, das miteinander Spielen und das gemeinsame Lernen.
Bildungsangebote
In Jahrgangsgruppen können Kinder leichter durch von den Fachkräften angeleitete Aktivitäten und Bildungsangebote gefördert werden, da sie sich im Gegensatz zu Kindern in altersgemischten Gruppen auf einem vergleichbaren Entwicklungsstand befinden und ähnliche „Zonen der nächsten Entwicklung“ (Wygotski) aufweisen: So können für sie weitgehend dieselben Spiele, Experimente, Geschichten, Lieder, Bücher, künstlerischen Betätigungen, technischen Arbeiten, psychomotorischen Übungen, Computerprogramme oder religiösen und philosophischen Gesprächsthemen ausgewählt werden – egal, ob es um Aktivitäten in der ganzen Gruppe, in Kleingruppen oder in Projekten geht. Die Lernangebote entsprechen den Bedürfnissen und Interessen nahezu aller Kinder; kein Kind wird über einen längeren Zeitraum hinweg unter- oder überfordert sein.
Übergang Schule
In einer altershomogenen Gruppe mit Fünfjährigen befinden sich alle Kinder und Eltern in derselben Situation: Der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Schule steht bevor. So können die Fachkräfte alle Kinder und Eltern gemeinsam auf die Transition vorbereiten: Nahezu jedes Kind wird sich für schulbezogene Aktivitäten und Gesprächsthemen interessieren, und wohl alle Eltern werden fragen, ob ihre Kinder „schulreif“ sind und wie sie ihnen den Übergang erleichtern können.
